Eine-Welt-Gruppe

Diese Gruppe besteht seit ca. 20 Jahren in unterschiedlicher Besetzung, zur Zeit sind wir nur wenige Aktive und freuen uns über interessierte Neuzugänge.
Schwerpunkt unserer Tätigkeit ist zur Zeit der Verkauf von Produkten aus gerechtem Handel an Sonntagen nach dem 10-Uhr-Gottesdienst und die regelmäßige Besorgung der dort verkauften Waren, ebenso wie den fair gehandelten Kaffee und Tee, der im Gemeindehaus ausgeschenkt wird. Zur Vertiefung unserer Warenkenntnis treffen wir uns am jeweils zweiten Dienstag eines Monats von 19.00 bis 21.00 Uhr. Bei diesen Gruppenabenden bemühen wir uns auch, die vielen unterschiedlichen Aspekte der globalen Weltwirtschaft zu betrachten und zu verstehen. Dazu kommen dann Fragen des Klimaschutzes, des verantwortlichen Umgangs mit Wasser, die Kampagne „Saubere Kleidung“ die Unterstützung z.B. der „Aktion Schutzengel“, eine Patenschaft für einen ehemaligen Kindersoldaten. Und auch immer wieder die Suche nach stärkenden Texten aus Bibel, Gesangbuch – und auch aus dem Koran und buddhistischen Schriften, kurz gesagt alles, was uns unterstützt und unser Motto wieder deutlich macht: - Gerechtigkeit, Frieden, Bewahrung der Schöpfung -

Kontakt:
Jutta Külkens
Tel. 05924 – 1237

Fairer Handel - eine Illusion?


fairtrade Kritische Berichte mehren sich, die die Idee des fairen Handels als überholt beschreiben. Sie stellen auch realistisch dar, wie viele Schwachstellen es immer noch weltweit gibt.
Da wird dann über mangelhafte Kontrolle z. B. in der Vermarktung von biologisch erzeugten Bananen mit TransFairsiegel berichtet.
In einem anderen Fall bezahlt eine Landbesitzerin ihre Arbeiter zwar übertariflich, zahlt auch die Fair-Handels-Prämien, will aber die eigenen Gewinne nicht nennen.
Da wird eine Kaffeegenossenschaft beschrieben, die ihre Mitarbeiter nach den Kriterien der fairen Handels bezahlt. Die Lebensbedingungen der Menschen haben sich jedoch nicht geändert.
Stolz erzählt ein Mann, dass drei seiner fünf Kinder studieren und die beiden Kleineren noch zur Schule gehen, die Schüler nachmittags jedoch selbstverständlich beim Sortieren des Kaffees mithelfen.
Fairer Handel verspricht keine Wunder und keinen Reichtum. Er fördert jedoch durch gerechte Preise für die Erzeuger eine wirtschaftliche Entwicklung. Bildung ist die Basis dafür.
Der Niederländer Max Havelaar und der Franzose Abbe Pierre, Mitentwickler der Idee des „Gerechten Handels mit der 3. Welt“, wollten von uns Kunden keine Almosen und keine barmherzigen Spenden. Sie forderten gerechte Preise für geleistete Arbeit. Seit über 30 Jahren wird dafür geworben. Beim weltweiten Umsatz z.B. von fair gehandeltem Kaffee, Tee, Kakao, Schokolade wurde bisher ein Marktanteil von über 3 % erreicht. Für mich bedeutet das, dass auch mindestens 3 % der Erzeuger ein gesichertes Einkommen haben, ihre Kinder zur Schule schicken und ihre eigenen Lebensbedingungen verbessern können. Das Angebot an Rosen oder Bananen mit TransFair-Siegel wächst. Der „Faire Handel“ hat sich aus seiner Nische des kirchlichen Raums weiterentwickelt und einen festen Platz in Supermärkten und Discount-Märkten gefunden. Textilien aus Osteuropa und Fernost erinnern uns immer wieder daran, dass Gerechtigkeit keine Grenzen haben sollte.
Faire und gerechte Bezahlung ist auch hier in Deutschland ein aktuelles Thema. Der Unterschied zwischen einem Wanderarbeiter aus Haiti und einem Leiharbeiter aus Rumänien in fleischverarbeitenden Betrieben ist vielleicht wirklich nur Name und Hautfarbe!
Und ich versuche weiterhin, meinen fair gehandelten Kaffee mit Milch aus der Region zu gerechten Preisen zu trinken. Machen Sie auch mit!
Jutta Külkens

Monatsspruch

August:
Gottes Hilfe habe ich erfahren bis zum heutigen Tag und stehe nun hier und bin sein Zeuge bei Groß und Klein.
(Apg 26,22)
jahreslosung.

Information

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