Nur noch vegetarisches Essen in der Gesamtsynode?

2022.12. gesamtsynode„Der Beschluss der Evangelisch-refor-mierten Kirche, bei Tagungen der Gesamtsynode ausschließlich vegetarisches Essen anzubieten, hat zu scharfen Protesten von Landwirten geführt. ‚Die Heftigkeit der Reaktion spiegelt auch die bedrückende Situation der Landwirtschaft in der gegenwärtigen ökologischen und ökonomischen Umbruchsituation wider‘, sagte Kirchenpräsidentin Susanne Bei der Wieden vor der reformierten Gesamtsynode in Emden im November 2022“, so eine Pressemitteilung.

In der Tat ist die Entscheidung der Frühjahrssynode in Emden als mangelnde Wertschätzung der Kirche gegenüber der Landwirtschaft in ihrer Bedeutung für die Ernährungssicherheit und den Erhalt der Kulturlandschaft verstanden worden. Der Kirchenrat der Ev.-ref. Kirchengemeinde Gildehaus hat sich entsprechend zu Wort gemeldet und der Kirchenleitung mitgeteilt, dass er den Beschluss nicht mittragen kann. Ebenso wurde der Beschluss der Gesamtsynode von der hiesigen Synode der Grafschaft Bentheim kritisiert.

Die Vielzahl der Rückmeldungen hat dazu geführt, dass noch einmal neu über das Thema der Verpflegung bei den Tagungen des Kirchenparlamentes diskutiert und beschlossen werden soll. Das Ziel soll sein, dass nicht vegetarisches Essen im Vordergrund steht, sondern eine Verpflegung, die auf regionale und saisonale Produkte umgestellt wird. Damit hätten die Synodal*innen die Wahl, das zu essen, was sie mögen. Zudem sind Kirchenvertreter*innen und Landwirt*innen miteinander im Gespräch, eine gute Entwicklung.

Lütger Voget

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