Die Kirche - das Haus der Gemeinde

Die Kirche in Gildehaus ist von ihren Anfängen gegen Ende des 13. Jhd. an der Mittelpunkt des Kirchdorfes Gildehaus und der umliegenden Bauernschaften. Auch heute ist sie mit ihren Gottesdiensten und den weiteren vielfältigen Angeboten, die Sie in dieser Homepage finden werden, Zentrum eines regen und aktiven Gemeindelebens für Jung und Alt.

Die Gründung des Kirchspiels

Im Jahre 1246 schenkten Graf Balduin und sein Sohn Otto dem Kloster Wietmarschen die Kirche in Schüttorf als Sühne für einen Missbrauch ihrer Vogteigewalt, äußerten jedoch in der gleichen Urkunde schon die Absicht, im Westen des damaligen Pfarrbereiches von Schüttorf eine neue Kirche zu bauen. Im Jahr 1292 war diese Absicht vollendet, eine andere Urkunde nennt das „Kirchspiel Neue Kirche bei Bentheim“ (parochia Nove Ecclesia prope Bentheim). Die Kirche wurde den Heiligen Anna und Maria gewidmet und dem Archidiakonat des Propstes von St. Ludgerie in Münster unterstellt.
Graf Balduin von Bentheim hat der neuen Kirche als finanzielle Ausstattung den Hof des Ritters Eylardus de Bentheim übertragen. Ritter Eylardus stand im Dienste des Bischofs zu Utrecht. Seit Besitz fiel nach seinem Tod an den Grafen von Bentheim, der ihn jedoch nicht für sich nahm, sondern zur Ausstattung der neuen Kirche bestimmte. Eine Urkunde von 1321 nennt dann zum ersten Male den Namen „Gyldehus“.

KirchenbildDie Kirche

Das Kirchengebäude hat nicht von Anfang an so ausgesehen, wie es sich heute unseren Blicken darstellt. Als erstes wird wahrscheinlich ein Holzkirche erbaut worden sein, vielleicht ein Fachwerkbau. Wegen des Sandsteinabbaues in den Gildehauser Steinbrüchen wird der Ort aber wohl früher als die anderen Kirchplätze der Grafschaft mit dem Bau einer festen Kirche begonnen haben.
Die letzten Renovierungen in den Jahren 1975 und 2005 haben der Kirche ihr jetziges Aussehen verliehen. Die Verglasung der Fenster und die Wandleuchter sind vom Gildehauser Maler und Künstler Friedrich Hartmann entworfen.

calvinlutherzwinglimelanchton.

In den Fensterarbeiten sind die vier Reformatoren Calvin, Luther, Zwingli und Melanchton zu sehen.
Der Abendmahlstisch steht im Schiff zusammen mit dem Taufstein, einem Werk des Gildehauser Steinmetzmeisters Herbert Focke aus dem Jahre 1990. Hingewiesen sei noch auf die Kanzel aus dem Jahre 1617 und dem Opferstock von 1682 mit der Aufforderung, der Armen zu gedenken.

Der Turm

Auf dem Gildehauser Höhenrücken, dem westlichen Ausläufer des Teutoburger Waldes, steht der Turm, etwa 30 m hoch, mit einem fast quadratischen Grundriss von etwa 10 m Seitenlänge. Dieser Turm ist älter als die Kirche. Er hat mehrere Geschosse bis oben in den Glockenstuhl.
In der Zeit von Mai bis September ist die Kirche samstags von 11.00 - 16.00 Uhr für Besucher geöffnet. Mehr Informationen dazu finden Sie hier.
Auf Anfrage ist eine Besichtigung des Kirchturms und auch der Kirche außerhalb der oben genannten Zeiten möglich.

Monatsspruch

August:
Gottes Hilfe habe ich erfahren bis zum heutigen Tag und stehe nun hier und bin sein Zeuge bei Groß und Klein.
(Apg 26,22)
jahreslosung.

Information

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