Friedhofsordnung für den Friedhof
der Evangelisch-reformierten Kirchengemeinde Gildehaus
vom 17. November 2011

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Der Friedhof ist mit seinen Gräbern ein sichtbares Zeichen dafür, dass der Mensch vergeht und verwest.

Aber er ist auch der Ort, an dem die Kirche Jesu Christi die lebendige Botschaft verkündigt, dass Jesus Christus dem Tode die Macht genommen hat und das Leben und unvergängliches Wesen an das Licht gebracht hat. Durch ihn widerfährt uns frohe Befreiung aus den gottlosen Bindungen dieser Welt zu feiern, dankbarem Dienst an Gottes Geschöpfen. So ist er unser Halt im Leben und im Sterben. Er macht uns von Herzen willig und bereit, ihm forthin zu leben.

In dieser Zuversicht und Hoffnung bettet die Kirche ihre verstorbenen auf diesem Friedhof in Gottes Erde.
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Aus dem Heidelberger Katechismus:

Was ist dein einziger Trost im Leben und im Sterben?
Dass ich mit Leib und Seele, im Leben und im Sterben, nicht mein, sondern meines getreuen Heilands Jesu Christi eigen bin,
der mit seinem teuren Blut für alle meine Sünden vollkömmlich bezahlt und mich aus aller Gewalt des Teufels erlöst hat
und also bewahrt, dass ohne den Willen meines Vaters im Himmel kein Haar von meinem Haupt kann fallen, ja auch mir alles zu meiner Seligkeit dienen muss.
Darum versichert er mich auch durch seinen Heiligen Geist des ewigen Lebens und macht mich von Herzen willig und bereit, forthin ihm zu leben.

Inhaltsverzeichnis

I. Allgemeine Bestimmungen

§ 1 Rechtscharakter, Leitung und Verwaltung des Friedhofes
§ 2 Benutzerkreis
§ 3 Außerdienststellung und Entwidmung
§ 4 Öffnungszeiten
§ 5 Verhalten auf dem Friedhof
§ 6 Dienstleistungen
§ 7 Gebühren

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I. Allgemeine Bestimmungen

§ 1
Rechtscharakter, Leitung und Verwaltung des Friedhofes

(1) Diese Friedhofsordnung gilt für die Friedhöfe der Evangelisch-reformierten Kirchengemeinde Gildehaus in ihrer jeweiligen Größe.

(2) Der Friedhof ist eine im Eigentum der Evangelisch-reformierten Kirchengemeinde Gildehaus stehende unselbstständige Anstalt des öffentlichen Rechts.

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II. Grabstätten

§ 8
Allgemeines

(1) Die Grabstätten werden als Reihengrabstätten ( § 9 ) und Wahlgrabstätten ( § 10 ) angelegt.

(2) Die Grabstätten sind in der Regel 2,50 m lang und 1,25 m breit. Im Übrigen ist der Friedhofsplan maßgebend.

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A. Reihengrabstätten

§ 9
Rechtsverhältnisse an Reihengrabstätten

(1) Reihengrabstätten sind Erdgrabstätten (Einzelgrabstätten) für Sargbestattungen und Urnen, die im Bestattungsfall der Reihe nach für die Dauer der Ruhezeit des zu Bestattenden vergeben werden. Eine besondere Form des Reihengrabes stellen die Rasengräberfelder dar, die sich lediglich in der Gestaltung von den in Satz 1 beschriebenen Reihengräbern unterscheiden.

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B. Wahlgrabstätten

§ 10
Rechtsverhältnisse an Wahlgrabstätten

(1) Wahlgrabstätten sind Erdgrabstätten (Einzel- und Mehrfachgrabstellen), an denen ein Nutzungsrecht für die Dauer von 30 Jahren (Nutzungszeit) verliehen und deren Lage im Benehmen mit dem oder der Nutzungsberechtigten vereinbart wird.

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C. Urnengrabstätten

§ 11
Urnen

(1) Aschenurnen können, soweit vorhanden, in besonderen Urnenfeldern, sonst in für Erdbestattungen bestimmten Wahlgrabstätten und Reihengrabstätten nach den für diese Grabarten geltenden Bestimmungen beigesetzt werden.

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D. Gemeinsame Bestimmungen

§ 12
Belegung, Wiederbelegung

(1) In einem Grab darf nur eine Leiche bestattet werden. Es ist jedoch zulässig, eine Mutter mit ihren neugeborenen Kindern oder gleichzeitig verstorbene Geschwister im Alter unter einem Jahr in einem Sarg zu bestatten.
(2) In einer bereits belegten Wahlsarggrabstelle darf zusätzlich eine Urne beigesetzt werden.

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III. Bestattungen und Feiern

§ 25
Anmeldung der Bestattungen

(1) Die Bestattung ist beim Kirchenrat und bei dem zuständigen Pfarrer oder der zuständigen Pfarrerin rechtzeitig anzumelden.

(2) Dem Kirchenrat ist die Bescheinigung des Standesamtes über die Beurkundung des Todesfalles oder der Beerdigungserlaubnisschein der Ordnungsbehörde vorzulegen, ohne die keine Beisetzung vorgenommen werden darf. Bei Beisetzung von Ascheurnen genügt die Bescheinigung über die Einäscherung. Wird eine Beisetzung in einem vorher erworbenen Wahlgrab beantragt, ist auch das Nutzungsrecht nachzuweisen.

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IV. Schlussbestimmungen

§ 31
Gräber der Opfer von Krieg und Gewaltherrschaft

Die Verpflichtung zur Erhaltung und Pflege der Gräber der Opfer von Krieg und Gewaltherrschaft, an denen ein dauerndes Ruherecht besteht, obliegt nach dem Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland. Die Einzelheiten ergeben sich aus den Bestimmungen des Bundesgesetzes über die Erhaltung der Gräber der Opfer von Krieg und Gewaltherrschaft - Gräbergesetz - in der jeweiligen Fassung.

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Monatsspruch

Juli:
Säet Gerechtigkeit und erntet nach dem Maße der Liebe! Pflüget ein Neues, solange es Zeit ist, den HERRN zu suchen, bis er kommt und Gerechtigkeit über euch regnen lässt!
(Hos 10,12)
jahreslosung.

Information

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